Wie entsteht Narzissmus?

Etwa ein Prozent der Bevölkerung leidet an einer diagnostizierten Narzisstische Persönlichkeitsstörung. Wovon etwa ¾ Männer betroffen sind. Bei der Entstehung einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung wird eine multifaktorielle Genese (Ursache) vermutet d. h., dass sowohl genetische, biographische und / oder umweltbedingte Faktoren als Ursache in Frage kommen können.

Bindungsstörung in der Kindheit

Betroffene, die einem narzisstischen Elternhaus entstammen, haben oft selbst eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung oder narzisstische Wesenszüge ausgebildet. Dieser biographischen Entwicklung liegt eine gestörte Bindung von Kind zu seiner Bezugsperson (Mutter, Vater etc.) zugrunde. Wurde das Kind in seiner frühkindlichen Entwicklung von seinen Bezugspersonen emotional vernachlässigt, abgelehnt, ständig kritisiert, in seinen Bedürfnissen nicht wahrgenommen oder gar ignoriert, kann sich im späteren Leben das Gefühl der eigenen Wertlosigkeit und ein gestörtes Selbstbild manifestieren. Aber auch umgekehrt kann sich eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung entwickeln, nämlich dann, wenn das Kind mit Zuwendung, Lob und Anerkennung maßlos überhäuft wird und ihm keine Grenzen gesetzt wurden. Das Kind konnte nie lernen, einen stabilen Selbstwert aus sich selbst heraus zu entwickeln, um sich in seinem Wesen zu erfahren, zu spüren, zu erkennen, sodass es immer wieder auf Bestätigung von außen angewiesen ist.

Aus der Vergangenheit in die Gegenwart

Bindungserfahrungen vorgenannter Art, können ihre prägsamen Spuren bis in die Gegenwart eines erwachsenen Menschen hinterlassen. Verhaltens-, Gedanken-, Gefühlsmuster die damals als Kind das eigene Überleben gesichert haben aber heute nicht mehr zum eigenen Wesen passen. Das Kind von damals hatte keine andere Möglichkeit, als sich so zu geben, wie es seine Bezugspersonen von ihm verlangten, da es ansonsten mit dem Verlust von Liebe, Sicherheit, Zuneigung rechnen musste. Als Erwachsene merken die Betroffenen, dass sie irgendwie anders oder nicht „richtig“ sind. Selbstzweifel, Unsicherheit, Einsamkeit oder ein Nicht-Verbundensein mit dem Rest der Welt. Viele Menschen versuchen diese selbstsabotierenden Teile immer wieder abzudrängen, um einfach angepasster zu sein, aber meist gelingt dies nur kurz und die Entfernung zum inneren Selbst wir immer größer.

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