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Symptome des Narzissmus’

Die wahrscheinlich bekanntesten Symptome des Narzissmus’ sind Größengefühl, Eitelkeit, Arroganz, Gefühllosigkeit, Neid, Sucht nach Anerkennung und Bewunderung. Das entspricht soweit auch den Diagnosekriterien, um von einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung sprechen zu können. Doch das ist nur die eine Seite dieses Krankheitsbildes. Die weitaus unbekanntere Seite ist die der verletzten Anteile eines Narzissten, die mithilfe nach außen gezeigter Stärke und Unbesiegbarkeit verdeckt gehalten sollen. Die Narzisstische Persönlichkeitsstörung kann in ihren Symptomen mal stärker, mal schwächer ausgeprägt sein und in verschiedenen Formen auftreten. Sie kann bei Frauen eher im Stillen und bei Männern meist mit Getöse und Gebrüll wirken.

Menschen, die mit Narzissten unmittelbar in Verbindung stehen insbesondere in Partnerschaften oder in der Familie, entwickeln oft selbst ausgeprägte Belastungssymptome aufgrund der enormen Anstrengung und Verausgabung, um in den kräftezehrenden Konflikten nicht unterzugehen.

Narzisstische Persönlichkeitsstörung als Diagnose

Eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung wird gem. ICD-10 mit mind. fünf der folgenden Symptome diagnostiziert:

  • Größengefühl
  • Phantasien von Macht, Ruhm, Erfolg
  • Überzeugung der eigenen Einmaligkeit, des eigenen Besondersseins, Statusdenken
  • Bedürfnis nach Bewunderung
  • Hohe Ansprüche, Erwartungen, bevorzugte Behandlung, Erfüllungsanspruch
  • Menschen zu eigenem Vorteil ausnutzen
  • Mangel an Empathie
  • Neid oder Überzeugung beneidet zu werden
  • Arroganz, Hochmut, Attitüden

Ich glaube, ich fühle nichts…

Fehlendes Selbstmitgefühl oder Mitgefühl für andere Menschen ist ein wesentliches Merkmal, das einen Narzissten charakterisiert. Aufgrund der fehlenden oder falschen Spiegelung und bedingungslosen Akzeptanz durch ihre Bezugsperson, konnten Betroffene in ihrer Kindheit nicht lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen und einzuordnen. Oder es wurden bestimmte Gefühle verboten auszudrücken, wenn sie als Kind z. B. nicht wütend sein durften, weil es die Bezugsperson traurig machen würde (emotionaler Missbrauch). Restriktionen und Vernachlässigungen dieser Art hinterlassen so eine emotionale Leere (narzisstische Leere), die es schwermacht, sich in andere Menschen einzufühlen (Empathie), die eigenen Gefühle auszudrücken oder sich selbst zu spüren. Im Zweifel bleibt zum Schluss eine empfundene und gezeigte Kälte oder Härte, die Ausdruck des eigenen Unvermögens ist, Gefühlen einen Platz im eigenen Leben einzuräumen. Betroffene fühlen sich falsch und irgendwie abgetrennt von sich selbst, von ihrer Umwelt.

Die Symptome hinter den Symptomen

Die Narzisstische Persönlichkeitsstörung erscheint nach außen als ein Bild der Stärke, Macht und Unbesiegbarkeit. Also ganz das Gegenteil von einem Kranksein oder von Schwäche. Wer sich aber näher mit dem Krankheitsbild beschäftigt oder selbst betroffen ist, wird erkennen, dass sich hinter den Symptomen von Größe, Glanz und Glorie ein trauriges Bild von Verletztheit, Einsamkeit und Leere verbirgt. Die Symptome im Innern eines Narzissten, die er meist selbst nicht bewusst wahrnimmt, scheinen genau das Gegenteil von den nach außen gezeigten Symptomen zu sein. Das, was im Außen sichtbar ist, ist das Streben, der inneren Leere zu entkommen, eine Selbstwertregulation, ein Verbergen der eigentlichen Schwächen und Ängste. Meist resultieren diese Folgestörungen aus einer traumabehafteten Kindheit, aufgrund Bindungs- / Beziehungstraumata.

  • Innere Leere
  • Glaubenssätze: Ich werde nicht geliebt…, ich bin nicht genug…, Liebe für Leistung…
  • Wenig Selbstmitgefühl bis zu Selbsthass
  • Geringes Selbstwertgefühl / Minderwertigkeitsgefühl
  • Versagensängste
  • Hoher Leistungsanspruch an sich selbst
  • Wut, Angst
  • Keine Verbundenheit zu sich selbst / dem Umfeld

Bis an den Rand des Erträglichen – Betroffene aus Partnerschaft, Familie, Beruf und Alltag

Viele Betroffene berichten, dass sie die Partnerschaft, Beziehung mit einem Narzissten manchmal bis an den Rand des Erträglichen gebracht hat. Die permanenten Konflikte und Krisen mit psychischen und /oder physischen Misshandlungen laugen aus, erschöpfen und führen zu Belastungssymptomen, die im schlimmsten Fall chronifizieren oder in psychosomatischen Beschwerden enden.

  • Schlafstörungen / Erschöpfung
  • Essstörungen
  • Körperliche Symptome ohne ausreichenden Befund
  • Stress / Überforderung
  • Wiederholdende Beziehungsmuster (toxische Partnerschaften)
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • emotionale Instabilität / Gereiztheit
  • depressive Verstimmung
  • Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit
  • sozialer Rückzug
  • flashbacks / Alpträume
  • Suchterkrankung

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