Wege aus der Krise – Therapiemethoden

Die Gesprächstherapie bildet die Basis meiner therapeutischen Arbeit. Auf dieser Basis arbeite ich mit dem körperorientierten Focusing, dem EMDR und Ego-State für traumasensible Themen als auch mit Elementen aus dem Coaching. Bevor wir mit der therapeutischen Arbeit beginnen, gilt das Gebot der Sicherheit und Stabilität. D. h., dass zuvor eine Basis geschaffen wird, die das Stärken von Grenzen, dem Erkunden von externenen und internen Ressourcen auf psychischer und physischer Ebene beinhaltet.

Die körperorientierte Psychotherapie kann durch Anregungen für die eigene Körperwahrnehmung, dem freien Assoziieren, dem bewussten Wahrnehmen für Gestik und Bewegung oder der emotionalen Empfindung begleitet werden. Es können sich dabei Zusammenhänge von Körperempfindungen, Gefühlen, Atmung, Bildern, Gedanken und Verhaltensweisen bemerkbar machen, die zuvor so vielleicht noch nicht wahrgenommen wurden. Die Zuwendung zum eigenen Körper kann anfänglich schwierig, unangenehm und manchmal auch unüberwindbar scheinen – wie eine Grenze zum Schutz. Diese Zuwendung wird daher auf eine sehr behutsame und liebevolle Weise unter Respektierung dieser Grenzen erfolgen. Alles findet im eigenen und stimmigen Tempo statt.

Focusing

Focusing ist ein körperorientierter Prozess der Selbstwahrnehmung – der eigenen Empfindungen und des körperlichen Erlebens. Entwickelt wurde Focusing von dem Psychologen Prof. Dr. Eugene Gendlin (1926-2017).

Unser Körper – als Quelle zur Selbsthilfe

Focusing bedeutet, wahrnehmen und annehmen – bedingungslos, liebevoll. Auch wenn das Problem vielleicht nicht sofort gelöst wird, kann es oft in uns friedlicher werden, wenn wir die Dinge, die vielleicht unangenehm oder schmerzhaft sind, zunächst einfach nur bemerken, ohne sie verändern oder wegmachen zu wollen. Alles darf sein, es gibt kein richtig oder falsch. Schenken wir den ungesehenen Teilen in uns unsere ungeteilte und liebevolle Aufmerksamkeit und erkennen das Eigentliche unter dem Sichtbaren. Mit dem Wahrnehmen und Annehmen kann sich eine Tür zu einem tieferen Verstehen für uns selbst öffnen. Das, was bislang vielleicht bewusst oder unbewusst gemieden wurde, kann dem Bewusstsein zugänglicher gemacht werden, um so einen friedvolleren und freieren Platz in uns einzunehmen.

Wobei kann Focusing unterstützen?

  • Beim Finden von Lösungen
  • Besserer Umgang mit Stress
  • ​Beim Lösen von Konflikten
  • Beim Umgang mit Ängsten, Sorgen
  • Mehr Klarheit in komplizierten Situationen
  • Schaffen von Freiraum, Entspannung und Achtsamkeit
  • Entdeckung neuer Möglichkeiten und Chancen
  • Treffen von Entscheidungen

EMDR

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing. Bei dieser Methode wird eine bilaterale Stimulation der beiden Gehirnhälften angeregt. Dies geschieht durch eine wechselseitige Augenbewegungen oder durch eine Form das Tappings. Die amerikanischen Psychologin Francine Shapiro (1984 – 2019) hat diese Methode 1987  entdeckt und weiterentwickelt. 2006 erhielt EMDR vom Beirat für Psychotherapie zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) die wissenschaftliche Anerkennung.

Wobei kann EMDR unterstützen?

EMDR wird zunächst zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen angewandt. Weitere Indikationen können Traumafolgestörungen wie etwa Schlafstörungen, Anpassungsstörungen, Angststörungen, Phobien, depressive Störungen, psychosomatische oder Schmerzstörungen sein. Aber auch für weniger stark ausgeprägte aber dennoch nachhaltig beeinflussende Erlebnisse kann diese Methode zur Anwendung kommen.

Ego- State

Die Ego-State-Therapie kommt aus dem tiefenpsychologisch-hypnotischen Bereich. Dort wird davon ausgegangen, dass Menschen und deren Psyche aus verschiedenen „Teilen“ besteht. Im Laufe des Lebens haben sich aufgrund unterschiedlicher Ereignisse wie etwa Bindungs- / Beziehungserfahrungen in der Kindheit, innere Anteile auf neuronaler Ebene (im Gehrin) gebildet, welche oftmals unbewusst fortbestehen und sich auf verschiedenste Arten bemerkbar machen. Diese Merkmale können ein psychisches Unwohlsein, Dysregulationen, Verhaltens- und Denkmuster, körperliche Symptome u.v.m. sein. Das wohl bekanntestes Beispiel dazu ist das Innere Kind. Die Entstehung dieser inneren Anteile kann in jeder Lebenssituation und jedem Alter erfolgen.

Wobei kann Ego-State unterstützen?

Die Ego-State-Therapie wird vorwiegend bei traumatischen Erlebnissen oder zur Reaktivierung von Ressourcen eingesetzt. Zahlreiche Themen, die im Heute ihre Spuren hinterlassen haben, können mit der Ego-State-Therapie behandelt werden.

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