Warum körperorientiert?

Das unbewusste Speichern von Erinnerungen, welches unser Körper von Anbeginn unserer Existenz beginnt und über all unsere Entwicklungsstufen im Leben fortsetzt, bewahrt das ganze Wissen und die Wahrheit unseres Lebens auf. Unsere körpereigenen Erinnerungen liegen tiefer als Emotionen und Gedanken. Sie sind von unserem Bewusstsein nicht immer erkennbar, können sich aber in Form von psychischen oder physischen Signalen, Fühlen, Handeln, Denken, Körperhaltungen oder auch nur in einem undeutlichen Befinden bemerkbar machen. Das, was unser Verstand noch nicht erfahren hat, kann unser Körper auf verschiedenen Ebenen zum Ausdruck bringen.

Was bedeutet körperorientiert?

In unserer körperlichen Wahrnehmung, dem Gespürten, dem wir vielleicht zunächest keine besondere Bedeutung beimessen, kann sich durch unsere geschenkte Aufmerksamkeit eine tiefergehende Bedeutung zeigen. Hören wir hin und erkennen, was sich zeigen will. Wie hängt das Gespürte mit meinem Thema zusammen? Was bedeutet es, wenn da einfach nur eine Leere ist? Begegnen wir unserem Erleben auf einer tieferen Ebene und begeben uns über das reine Denken, Verstehen, Erzählen oder Reflektieren hinaus. Verstehen wir auf einem anderen Weg, was sich dort bemerkbar machen will.

Ohne den Körper bewegen oder berühren zu müssen, wird dieser in den psychotherapeutischen Prozess mit einbezogen.

Unterhalb des Eisberges geht es weiter

Körpereigene Erinnerungen, die nicht sofort deutlich sichtbar sind oder sich im Außen bisher vielleicht nur vage bemerkbar machen, sind jene Ebenen, die tiefer und unterhalb des Verstehens und Wissens liegen und die mithilfe einer Körperpsychotherapie zugänglicher gemacht werden können. Im körpereigenen Gedächtnis wird all das aufbewahrt, was mit Verstehen, Reflektieren oder Wissen trotzdem nicht genau erkennbar ist, sich aber durch Verhaltens- und Gedankenmuster unerwünschten Ausdruck verschaffen kann. Das können z. B. sich ständig wiederholende, unpassende Verhaltensweisen oder unliebsame Gefühle sein, die auf Konflikte oder Ablehnung und Rückzug stoßen.

Narzissmus und körperorientiert? Geht das?

Ja! Ganz besonders, wenn es um frühe Verletzungen aus der Kindheit geht. Wenn das Kind in seinem Wesen und Sein von seinen narzisstischen Bezugspersonen besetzt, vernachlässigt, ignoriert, manipuliert, psychisch missbraucht wurde, kann dies zu tiefen seelischen Verletzungen führen. Erinnerungen aus der frühkindlichen Zeit werden jedoch im impliziten, dem körpereigenen Gedächtnis gespeichert und sind dem Bewusstsein kaum zugänglich, können sich aber in Form von physischem / psychischem Unwohlsein, von Beschwerden unterschiedlichster Symptome bemerkbar machen. Oftmal stößt eine rein kognitive Therapiemethode hier schnell an ihre Grenzen. Viele Betroffene haben ihre bewussten und erinnerbaren Erfahrungen mehrmals und immer wieder geschildert, um am Ende festzustellen, dass sie entweder kaum weiterkommen oder aber einfach nur müde sind, immer wieder ihre Geschichte zu erzählen. Eine  Körperpsychotherapie kann helfen, die impliziten Teile der Erinnerung zu Rate zu ziehen, sich und seinem Erleben auf einer anderen tieferen Ebene zu begegnen.

Auch Themen mit Gegenwartsbezug aus Beziehung, Familie, Alltag, Beruf, können mit einer Körperpsychotherapie betrachtet werden.

Für wen eignet sich eine Körperpsychotherapie?

Die körperorientierte Psychotherapie eignet sich für alle Menschen, die sich ihren Körperempfindungen und -signalen zuwenden oder sich ihren Themen auf körperlicher Ebene zuwenden wollen. Auch für therapieerfahrene Menschen, die auf kognitiver Ebene keine Linderung erfahren konnten, kann die körperorientierte Psychotherapie eine Chance zur Veränderung sein.

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